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Als zu Beginn des Jahres 1918 rumänische Truppen in Bessarabien, einem Gebiet des gerade zerfallenen Russischen Reiches, einmarschierten, floh der 51-jährige Evgenij Brazul-Bruškovskij mit seiner 39-jährigen Frau Anna in die Ukraine. Brazul-Bruškovskij war zwischen 1908 und 1918 als Polizist in Bessarabien tätig gewesen. Als Repräsentant des zaristischen Regimes fürchteten er und viele seiner Kollegen Repressalien durch die rumänische Armee. Auch die Befürchtung, dass bolschewikische Truppen, die Rumänien bis Ende Jänner 1918 östlich des Dnjestr zurückgedrängt hatte, doch noch in die Region vorstoßen könnten, veranlasste Brazul-Bruškovskij zur Flucht nach Kiew. Gerüchten zufolge hatten sich seine beiden Söhne, der 21-jährige Vsevolod und der 20-jährige Leonid, der Weißen Armee angeschlossen, welche die Roten, wie die Bolschewiki genannt wurden, erbittert bekämpfte und die alte Ordnung wiederherzustellen trachtete.

Standard Blog, Andreea Kaltenbrunner, 23.11.2021
https://www.derstandard.at/story/2000131324895/polizist-terrorist-loyaler-buerger

Auf dem Friedhof der Pfarrkirche Köttmannsdorf/Kotmara vas befindet sich das Grab von Matija Prosekar (1860–1927). Er war in der südlich der Kärntner Landeshauptstadt Klagenfurt/Celovec gelegenen Gemeinde Bürgermeister, gründete 1907 die örtliche slowenische Darlehenskasse/Hranilnica in posojilnica und unterstützte den Aufbau des slowenischen Bildungsvereins/Izobraževalno društvo Gorjanci. Die erhaltenen Grabsteine der Familie sind mit slowenischen Inschriften versehen und tragen slowenische Vornamensformen und den Namen Prosekar. Auszüge aus einem Einspruch von Prosekar an die k.k. Landesregierung in Klagenfurt/Celovec im Jahr 1901 zeigen, wie die Verwendung der slowenischen Sprache bereits um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert für Zündstoff sorgte.

Standard Blog, Ferdinand Kühnel, 19.11.21: https://www.derstandard.at/story/2000131241013/was-friedhoefe-ueber-das-kaerntner-slowenische-erzaehlen-koennen

BALKAN BLOG: Aus Asien und Afrika nach Jugoslawien: Studieren im Kalten Krieg

Die jugoslawische Politik sah in den Stipendiaten ein Werkzeug, um ein positives Gesamtbild der eigenen Politik und Kultur in die Welt zu tragen

DerStandard Blog, Nedžad Kuč, 16. Juni 2021, 11:00

https://www.derstandard.at/story/2000127390528/aus-asien-und-afrika-nach-jugoslawien-studieren-im-kalten-krieg