Donnerstag, 9. Oktober 2025, 18:30 Uhr
im Hörsaal 32 im Hauptgebäude der Universität Wien,
Universitätsring 1, 1010 Wien, Stiege 9, 1. Stock
Im Spätmittelalter war das Großfürstentum Litauen der flächengrößte Staat Europas. Litauen drängte das mongolische Reich der Goldenen Horde nach Osten ab und stand zu Beginn des 15. Jahrhunderts kurz davor, auch Moskau zu übernehmen. Im westlichen Geschichtsbild ist Litauen kaum präsent. Die Ringvorlesung bringt führende Historikerinnen und Historiker aus Litauen nach Wien, die die grundlegenden Entwicklungen Litauens im Kontext der europäischen und eurasischen Geschichte darlegen. Wie Österreich gehört Litauen heute zu den kleineren Staaten Europas, und wie Österreich blickt es zurück auf eine eigene Reichstradition. Da Litauen ganz Belarus sowie große Teile der Ukraine und des heutigen Westrusslands beherrschte, ist litauische Geschichte auch die Geschichte eines gewaltigen Raumes, der von der Orthodoxie und slawischen Sprachen geprägt ist. Die Ringvorlesung öffnet den Blick auf kaum bekannte Dimensionen der europäischen und westeurasischen Geschichte.
Einleitung:
Oliver Jens Schmitt, Institut für Osteuropäische Geschichte
Grußworte:
- Tbc Sebastian Schütze, Rektor der Universität Wien
- Heinz Fassmann, Präsident der Österreichischen Akademie der Wissenschaften
- Lina Rukštelienė, Botschafterin der Republik Litauen
Im Rahmen der Ringvorlesung erwarten Sie im Laufe des Semesters weitere spannende Vorträge, die verschiedene Perspektiven auf die Geschichte und Gegenwart Litauens eröffnen.
