Univ.-Ass. Vlasta Kordová, Ph.D.
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Universitätsassistentin (Post-Doc)
Universitätscampus
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1090 Wien
Dienstzimmer: 2N EG 08
E-Mail
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Sprechstunde: Montag 12:00 - 13:00 Uhr und nach Vereinbarung
Vlasta Kordová
Forschungsinteressen
- Stadtgeschichte und Raumordnung im 20. und 21. Jahrhundert;
- Eigentumsregime, Restitutionsprozesse in Mittelosteuropa;
- Urbane Sicherheit, Kontrolle und Überwachung;
- Besatzungspolitik, Kollaboration, Widerstand und Holocaust im Zweiten Weltkrieg;
- Vergleichende und transnationale Geschichte der Besatzungsregime in Ostmitteleuropa;
- Gewaltpraktiken im Hinterland der Ostfront.
Kurzbiographie
Vlasta Kordová, Ph.D. studierte Geschichte an der Philosophischen Fakultät und der Pädagogischen Fakultät der Karlsuniversität in Prag und promovierte an der Jan-Evangelista-Purkyně-Universität in Ústí nad Labem. Während ihres Studiums verbrachte sie ein akademisches Jahr an der Universität Leipzig. Sie hatte mehrere internationale Stipendien, darunter ein Juniorfellowship am Zentrum für Holocaust-Studien (Institut für Zeitgeschichte, München), ein Jan Patočka Junior Fellowship am Institut für Wissenschaften vom Menschen (IWM), ein Ernst-Mach Grant Weltweit (OeAD) sowie Forschungsstipendien des Deutsch-Tschechischen Zukunftsfonds, Aktion-Österreich (OeAD) und der Fondation pour la Mémoire de la Shoah. Außerdem war sie Junior Fellow am Simon-Wiesenthal-Institut und Postdoctoral Fellow an der Universität Konstanz im Rahmen des Forschungsprojekts „Gewalt in Ost und West“ der Volkswagen-Stiftung.
Ihre bisherigen Forschungsarbeiten konzentrierten sich vor allem auf den Zweiten Weltkrieg, insbesondere auf den NS-Repressionsapparat und die Sicherheitsdoktrin in verschiedenen Besatzungsverwaltungen, die Partisanenbekämpfung, Widerstandsbewegungen und den Holocaust. An der Universität Wien untersucht sie derzeit die Securitization des urbanen Raums und die Kontrolle von Eigentum. Sie analysiert, wie die nationalsozialistische Enteignungs- und Segregationspolitik in Brünn und Mährisch-Ostrau den urbanen Raum und die Eigentumsverhältnisse veränderte und wie konfiszierte und restituierte Immobilien anschließend während des Staatssozialismus und nach 1989 verwaltet, neu verteilt und umgestaltet wurden, was langfristige Muster des Eigentums, der räumlichen Ausgrenzung und der sozialen Ungleichheit beeinflusste.
Sie ist Autorin von zwei Monografien sowie wissenschaftlichen Artikeln und Buchkapiteln. Sie spricht Deutsch, Englisch und Polnisch, liest Russisch und verfügt über passive Kenntnisse der slowakischen Sprache.
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Profil
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Forschung