Univ.-Prof. Dr. Philipp Ther, MA
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Professor für Geschichte Ostmitteleuropas
Universitätscampus
Spitalgasse 2/Hof 3/Eingang 3.2
1090 Wien
Dienstzimmer: 2N EG 04
E-Mail
+43-1-4277-41103
Sprechstunde:
Montags ab 14 Uhr. Es wird um vorherige Anmeldung bei Frau Biricz E-Mail gebeten.
Nächster Termin: Montag 16. März 2026, 17 UhrSekretariat: Anita Biricz | +43-1-4277-411 04 | Email
Photo by: Joseph Krpelan
Funktionen
Leiter - Forschungszentrum für die Geschichte von Transformationen
Forschungsinteressen
- Geschichte der Transformation seit den 1980er Jahren
- Sozial- und Kulturgeschichte Ostmitteleuropas im 19. und 20. Jahrhundert
- Musik und Geschichte
- Vergleichende Nationalismusstudien
- Ethnische Säuberungen
- Geschichtstheorie, insbesondere Komparatistik und Kulturtransfer
Kurzbiographie
Philipp Ther (* 1967) ist seit 2010 Professor für Geschichte Ostmitteleuropas an der Universität Wien und hat dort mit den Mitteln aus seinem Wittgenstein-Preis das Research Center for the History of Transformations (RECET) gegründet. Zuvor hatte er am EUI in Florenz eine Professur für vergleichende Geschichte Europas inne.
Sein Buch Die neue Ordnung auf dem alten Kontinent. Eine Geschichte des neoliberalen Europa (Suhrkamp 2014) wurde mit dem Sachbuchpreis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet und in sieben Sprachen übersetzt. Eine englische Version ist 2016 bei Princeton University Press erschienen. Weitere Bücher sind u.a. Die dunkle Seite der Nationalstaaten. „Ethnische Säuberungen“ im Europa des 20. Jahrhunderts; Göttingen: Vandenhoeck und Ruprecht 2011 (polnisch 2012, englisch 2014, tschechisch 2017), Die Außenseiter. Flucht, Flüchtlinge und Integration im modernen Europa (Suhrkamp 2017, erweiterte englische Version bei Princeton UP 2019, spanisch 2022, italienisch 2024) sowie Center Stage: Operatic Culture and Nation Building in 19th Century Central Europe (Purdue UP 2014, tschechisch 2008, deutsch 2006). 2019 erschien bei Suhrkamp Das andere Ende der Geschichte. Über die Große Transformation, 2023 bei Polity Press eine stark erweiterte englische Ausgabe How the West Lost the Peace. The Great Transformation after the End of the Cold War. 2022 verfasste er als Teil des interdisziplinären „Werftenkollektivs“ In den Stürmen der Transformation. Zwei Werften zwischen Sozialismus und EU (2025 englisch, kroatisch und polnisch erschienen). 2025 kehrte er auf sein älteres Gebiet der Musikgeschichte zurück und publizierte wieder bei Suhrkamp Der Klang der Monarchie. Eine musikalische Geschichte des Habsburgerreiches.
Seine höchste Auszeichnung war der mit 1,5 Millionen Euro dotierte Wittgenstein-Preis des österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF). Er spricht sechs Sprachen und war u.a. an der New York University, in Berkeley, Sciences Po (Paris) und der Universität St. Gallen als Gastprofessor tätig.