Univ.-Prof. Dr. Kerstin Susanne Jobst, MA
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Professorin für Gesellschaften und Kulturen der Erinnerung des Östlichen Europas
Universitätscampus
Spitalgasse 2/Hof 3/Eingang 3.2
1090 Wien
Dienstzimmer: 2N Z1 20
E-Mail
+43-1-4277-41117
Sprechstunde: nach Vereinbarung - im Sommersemester 2026 findet keine Lehre statt (Forschungsfreisemester)
Sekretariat: Michaela Strauss | +43-1-4277-411 16 | Email
Britta Häfner, Friedberg (D)
Forschungsinteressen
- Geschichte Ostmittel- und Osteuropas, der Schwarzmeerregion, der Kaukasusregion und der Habsburgermonarchie
- Vergleichende Imperiums- und Kolonialismusforschung
- Religionsgeschichte und Hagiographie
- Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik
- Tourismusgeschichte des Östlichen Europas
- Histories of Disaster/Katastrophenforschung
Kurzbiographie
Kerstin S. Jobst studierte Geschichte, Psychologie, Literaturwissenschaft, Finnougristik und Slavistik an den Universitäten Hamburg, Mainz und Kraków. Nach ihrer Promotion 1994 und der Habilitation (Venia Legendi für Allgemeine und Osteuropäische Geschichte) 2005 (beides in Hamburg) und längeren Forschungsaufenthalten u.a. in Polen und in der Ukraine unterrichtete sie an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie der Paris-Lodron Universität Salzburg. Seit 2012 ist sie Professorin für Osteuropäische Geschichte in Wien.
Sie war Gastprofessorin an der Universität Tallinn und der Ukrainischen Katholischen Universität Lviv und ist Mitherausgeberin mehrerer internationalen Zeitschriften (Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften, Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung) und Mitglied der Österreichisch-Russischen und der Österreichisch-Ukrainischen Historischen Kommission sowie der Wissenschaftskommission beim Bundesministerium für Landesverteidigung.
In ihren Forschungen bilden ukrainische Themen als Verflechtungsgeschichte insbesondere in ihren polnischen, russischen und weißrussischen Bezügen sowie der Habsburgermonrchie Schwerpunkte. Methodisch-theoretisch bezieht sie die Vergleichende Imperiums- und Kolonialismusforschung, Religionsgeschichte und Hagiographie, Erinnerungskulturen und Geschichtspolitik sowie Tourismusgeschichte und Histories of Disaster in ihre Forschungen mit ein. Zuletzt hat sie unter internationaler Beteiligung Sammelbände zum Ersten Weltkrieg an der Ostfront vorgelegt sowie ein Handbuch zur Geschichte des Schwarzen Meeres sowie die Geschichte der Halbinsel Krim in deutscher und englischer Sprache. Jobst äußert sich regelmäßig in den Medien und im Rahmen der "third mission" der Universität zu ukrainebezogenen Themen.